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Mittwoch, 25. November 2020 15:02

Aktien Frankfurt: Anleger halten sich zurück

Nach den klaren Vortagesgewinnen hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch eine Auszeit gegönnt. Der Dax notierte am Nachmittag 0,10 Prozent tiefer bei 13 278,76 Punkten. Der MDax der 60 mittelgroßen Werte sank um 0,03 Prozent auf 29 020,56 Zähler. Für den EuroStoxx 50 ging es um rund 0,1 Prozent abwärts.

"Von der Rekordlaune an der Wallstreet wollen sich die Anleger offensichtlich nicht anstecken lassen", bemerkte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Am Dienstag hatte der US-Leitindex Dow Jones Industrial ein weiteres Rekordhoch markiert und erstmals über der Marke von 30 000 Punkten geschlossen. "Die Sorgen, dass der Konjunkturschreck COVID-19 vielerorts verbrannte Erde zurücklässt, gehen zwar zurück. Doch mit dem nach wie vor dynamischen Infektionsgeschehen in der alten Welt und den damit drohenden schärferen Restriktionen bleibt die Coronavirus immer noch zu präsent. Der Risikoappetit dürfte somit weiterhin überschaubar bleiben", glaubt Emden.

Papiere der Deutschen Bank und der Commerzbank zollten ihren jüngsten Erholungsrallys Tribut und verloren 1,6 Prozent beziehungsweise 3,3 Prozent. Nach Monatsgewinnen von 23 und über 36 Prozent verstärkte der aktuelle Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) den Drang zu Gewinnmitnahmen. Zwar seien die Bilanzen der Banken im Euroraum heute solider als zur Zeit der Finanzkrise, dennoch könnte eine Welle von Firmenpleiten und Kreditausfällen infolge der Pandemie zur Belastung für die Branche werden.

Nach aktuellen Geschäftszahlen von Aroundtown büßten die Papiere des Gewerbeimmobilien-Spezialisten 0,7 Prozent ein. Goldman-Sachs-Analyst Jonathan Kownator bewertete die Neunmonatsbilanz als durchwachsen. Jefferies-Analyst Thomas Rothaeusler stellte indes den bestätigten Ausblick und die positive Neubewertung von Immobilien in den Vordergrund.

Die Aktien der Deutschen Telekom legten nach einer Kaufempfehlung um 2,1 Prozent zu. Sie überwanden dabei die Marke von 15 Euro, die sich in den vergangenen Handelstagen immer wieder als Hürde erwiesen hatte. Zuvor hatte die Schweizer Bank Credit Suisse die T-Aktie auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel auf 20 Euro angehoben. Analyst Jakob Bluestone zeigte sich optimistischer für das Geschäft in den USA. Aber auch bei den übrigen Aktivitäten sieht er Potenzial für höhere Bewertungen.

Nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank stiegen die Papiere von Thyssenkrupp um 1,8 Prozent. Analyst Bastian Synagowitz rief die Anleger mit "Jetzt oder nie" bei einem Kursziel von 8 Euro zum Einstieg auf. Die Risiken des Industriekonzerns seinen inzwischen wohl bekannt, ihnen stünden aber starke positive Triebfedern entgegen.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,1907 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1865 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,58 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 146,11 Punkte. Der Bund-Future stieg am frühen Nachmittag um 0,14 Prozent auf 175,38 Punkte./edh/mis

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

 ISIN  DE0008469008  EU0009658145  DE0008467416

AXC0230 2020-11-25/15:02


Autor: dpa-AFX

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