Home News
NEWS DETAIL
Nach Themen Nach Region
Nach Märkte Nach Branchen
ANZEIGEN
 
Samstag, 23. Mai 2020 12:08

Grünen-Chef Habeck verteidigt Forderung nach höheren Fleischpreisen

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck hat seine Forderung nach höheren Fleischpreisen verteidigt und Dumpingpreise von Supermärkten für Tierprodukte kritisiert. Solche Niedrigpreise entwerteten die Arbeit von Bauern und machten Tiere zu Rohstofflieferanten. "Deswegen sollten Dumpingangebote verboten werden, das hieße konkret, einen Mindestpreis für tierische Produkte festzusetzen, eine unterste Haltelinie", sagte Habeck der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Den Vorwurf der Linken, dass höhere Fleischpreise die soziale Spaltung verstärkten, wies Habeck zurück. "Die soziale Spaltung im Land ist ein Problem, aber man sollte sie nicht aufs Schnitzel verengen. Armut, soziale Ungerechtigkeit brauchen grundlegende Antworten", sagte er weiter. "Die Dumpingbedingungen, unter denen Bauern wirtschaften, sind alles andere als sozial gerecht."

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hatte Habecks Vorstoß für einen Mindestpreis für Tierprodukte zuvor in der "Welt" mit den Worten kritisiert: "Ich will keine soziale Spaltung über das Schnitzel."

Im "NOZ"-Interview brachte Habeck auch den von seiner Partei geforderten Tierschutzcent wieder ins Spiel, der auf Fleisch aufgeschlagen werden solle, um einen Umbau der Tierhaltung zu finanzieren und auch die Verschwendung von Lebensmitteln zu begrenzen. In einem größeren Kontext müssten aber auch EU-Agrarmittel anders eingesetzt werden, argumentierte Habeck. Dafür könne sich etwa Deutschland während seiner EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte einsetzen, so der Grünen-Politiker.

Die Grünen fordern seit Längerem höhere Preise für Tierprodukte. Angesichts der jüngsten Debatte über Arbeitsbedingungen in der Fleischbranche war das Thema wieder in den Vordergrund geraten./gma/DP/stk

AXC0041 2020-05-23/12:08


Autor: dpa-AFX

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.
NACHRICHTEN SUCHE
Suchbegriff SUCHEN
 
Alle Kursinformationen sind nach den Bestimmungen der jeweiligen Börse mindestens 15 Minuten oder mehr verzögert. Technologie und Daten von . Disclaimer. News Copyright . Alle Rechte vorbehalten.
BAWAG P.S.K.   Disclaimer   Impressum
© BAWAG P.S.K.
MÄRKTE
ATX 2.308,79 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 2,5% 
DAX 12.021,28 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 2,5% 
TecDAX 3.211,26 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
Dow Jones 25.664,16 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
S&P 500 3.055,73 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
Nasdaq 9.598,89 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
SMI 9.951,45 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 1% 
DJ Stoxx 50 2.961,05 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 1% 
DJ EuroS... 3.159,02 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 2,5% 
Nikkei 225 22.325,61 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 1% 
DEVISEN
EUR/USD 1,1167 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
EUR/CHF 1,0749 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
EUR/JPY 121,3941 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 1% 
EUR/GBP 0,8905 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
USD/JPY 108,7053 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 1% 
ROHSTOFFE
Öl 38,62 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > 1% 
Gold 1.744,78 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
ZINSEN
1M Euribor -0,4980 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > -2,5% 
3M Euribor -0,3250 Diff. akt. K. - Schluss Vort. > -2,5% 
BOBL Future 134,96 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
Schatz F... 112,03 Kaum Veränd. zu Schluss Vort. 
Bund Future 171,75 Kaum Veränd. zu Schluss Vort.